Trendpflanzen: Kaktus, Olivenbaum & Feige

Gut, dass die Pflanzenwelt so vielfältig ist und es immer wieder neue Trendpflanzen gibt: stachlige Skulpturen, silbrige Öllieferanten und Milch gebende Verwandlungskünstler – lernt sie alle kennen!

Der Urban Jungle Trend begleitet uns schon seit einigen Jahren – frisches Grün ist eben zeitlos. Doch innerhalb dieser Bewegung entwickeln sich stets neue It-Pflanzen. Monstera war gestern, wir stellen euch die drei aktuellen Trend-Gewächse vor!

Mein kleiner grüner Kaktus

Einst als Spießerpflanze verschrien und vor allem auf Omas Fensterbank zu finden, piekst sich der Kaktus in die Herzen grüner Interior-Fans. Die praktischen Vorteile der stacheligen Sukkulenten sind nicht von der Hand zu weisen: Sie brauchen kaum Zuwendung, sind so gut wie unkaputtbar und verzeihen auch längere Abwesenheiten ihrer Besitzer. Das macht sie zur idealen Trendpflanze für die Generation Y, die regelmäßig ihre Koffer packt und das Leben in den verschiedensten Ecken der Welt genießt.

Auch optisch haben Kakteen viel zu bieten: Sie bestechen durch ihre skulpturale Ästhetik und die unermessliche Vielfalt. Mal haben Sie lange, starke Stacheln, mal tragen sie Wolle, manche Arten werden bis zu 15 Meter hoch … Doch fast alle haben sie eins gemeinsam: Ihre Stacheln sind in der berühmten Fibonacci-Reihe angeordnet, deren Grenzwert in der Kunst dem Goldenen Schnitt gleicht. Kein Wunder also, dass wir dem Kaktus verfallen sind …

Kakteensammlung in Töpfen
Dank der Kakteenvielfalt könnt ihr eure Sammlung beliebig erweitern

Ursprünglich finden sich Kakteen nur auf dem amerikanischen Kontinent, wo sie bereits für die Azteken wichtige Nutzpflanzen waren. Auch heute dienen sie als Nahrungsmittel wie Marmelade, Obst oder Gemüse, werden in der Pharmazie verwendet und – wie im Falle der Säulenkakteen – liefern sogar Bauholz.

Eine andere Nutzpflanze, die sich in unseren Breitengraden einer immer größeren Beliebtheit als Zierpflanze erfreut, ist der Olivenbaum.

Wer einen Olivenbaum pflanzt …

… findet immer einen Platz des Friedens, soll der Spartaner Lakonikos im 2. Jahrhundert v. Chr. gesagt haben. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sich so viele von uns einen Olivenbaum vors Haus stellen. Denn genau dort gehört die mediterrane Trendpflanze hin! Sie liebt viel Licht und Luft, und sollte ganzjährig draußen stehen. Im Winter packt ihr sie dazu frostfest ein und stellt sie dicht an die Hauswand. Nur Interior-Fans mit sehr grünem Daumen und lichtdurchfluteten Wohnungen gelingt die „Wohnungshaltung“.

Wahrscheinlich ist das immergrüne Ölbaumgewächs jedoch nicht wegen der Aussicht auf Frieden, sondern wegen seines markanten Äußeren in Deutschland so populär. Neben seiner Rinde, die in jungen Jahren glatt ist und im Laufe der Zeit zu einer rissigen Borke wird, sind es vor allem die silbrig schimmernden Blätter, die den Echten Ölbaum (Olea euopaea) auszeichnen.

Wer sein Bäumchen gut pflegt und ihm das benötigte Licht gibt, kann sogar Früchte ernten. Oliven sind nicht nur lecker – ihr Öl wirkt zudem entzündungshemmend. Auch das Holz großer, freistehender Olivenbäume ist beliebt: Küchenuntensilien, Furniere, Blockflöten, Kunsthandwerk – Olivenholz findet vielfältige Verwendung.

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Wenn ihr markante Pflanzen zwar mögt, aber weder Garten noch Balkon habt, holt euch doch eine Feige ins Wohnzimmer …

Hauptsache Feige sein

Denn die Feige – lateinisch Ficus – kommt in vielerlei Gestalt daher und ist somit für jeden was. Besonders im Trend liegt die Geigenfeige (Ficus lyrata). Sie wächst selbst im Topf sehr hoch und hat große, dunkelgrüne, glänzende Blätter, die an den Korpus einer Geige erinnern. Da ihr Stamm verhältnismäßig dünn ist, eignet sich die Geigenfeige für alle, die vor allem frisches Grün in ihre Wohnung bringen wollen.

Für Pflanzenfreunde mit weniger Platz ist der Ficus Bonsai (Lorbeer-Feige, Ginseng-Feige) ideal. Sein Name verrät es schon: es handelt sich um ein kleines Bäumchen. Optisch wirkt er mit seiner kleinblättrigen, dichten Krone und dem knotigen, dicken Stamm äußerst lebendig. Außerdem ist er sehr pflegeleicht.

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Wer sich Hoffnung auf Feigenfrüchte macht, sollte eine Echte Feige (Ficus carica) sehr gut pflegen und ihr viel Sonne gönnen. Kleine Bäumchen lassen sich sogar aus den Samen frischer Supermarktfeigen ziehen.

So unterschiedlich Feigengewächse auch aussehen können, eines ist charakteristisch: Bei allen tritt bei Verletzung Milchsaft aus – so auch beim Gummibaum (Ficus elastica) und beim Klassiker Ficus Benjamina.

Egal, ob ihr bei euren Pflanzen mit dem Trend geht oder nicht, wir wünschen euch viel Freude mit euren grünen Begleitern!

 

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