Ausmisten 2.0: So bleibst du in Ordnung

Erstaunlich, wie gut unser inneres Uhrwerk funktioniert. Kaum werden die Tage länger und das Wetter besser, packt uns die Aufräumwut. Wir empfehlen euch fünf Maßnahmen, mit denen euer Zuhause auch auf lange Sicht in Ordnung bleibt.

Aufräumregeln gibt es, weil Menschen oft viel mehr einkaufen als sie verstauen können. Oder weil ihre Gedanken häufig um etwas anderes kreisen als: “Oh, das sollte ich lieber erst zurücklegen, bevor ich mich den angenehmeren Dingen des Lebens zuwende” …

Total überschätzt

Kommt dir bekannt vor? Egal, zu welchem Typus du dich zählst – das grundlegende Problem ist ähnlich gelagert. Die einen überschätzen den Platz, den sie zu Hause zur Verfügung haben, die anderen überschätzen den Aufwand, den es braucht, um etwas wieder dahin zurück zu befördern, wo es hingehört.

Also liefern wir euch heute mal keine spezifische Anleitung zum Ausmisten von Küche, Bad oder Keller, sondern fünf simple Grundregeln, mit denen sich Struktur und Ordnung quasi von selbst ergeben.

#1 Jedes Ding braucht seinen Platz

Es klingt wie eine Binsenweisheit, kann aber gar nicht oft genug betont werden … Damit alles nicht nur irgendeinen, sondern den richtigen Platz bekommt, empfiehlt es sich, Gegenstände in thematisch verwandten Gruppen zusammenzuführen. Ob zusätzlich noch in Körben, transparenten Boxen oder beschrifteten Kartons, bleibt dir überlassen.

Je schöner die Aufbewahrung, desto mehr Spaß macht das Zurückräumen.

#2 Alles nah am Einsatzort

Die Gefahr, etwas nicht zurück an seinen angestammten Platz zu räumen, wird wesentlich geringer, wenn dieser Platz ganz nah am Ort des Geschehen ist. Eine tolle Sache sind zum Beispiel Schubladen unter dem Esstisch, in denen sich all die Dinge befinden, die täglich dort in Gebrauch sind: Servietten, Topfuntersetzer, Korkenzieher oder Kerzen.

#3 Freie Flächen bleiben frei

Schaut euch in eurer Wohnung einfach mal um und zählt die Flächen, auf denen tatsächlich nichts steht. Auf solchen komplett freien Flächen kann sich das Auge ausruhen und ruckzuck einen Überblick verschaffen. Steht hingegen alles voll wie auf einem Wimmelbild, geht die eine Sache, die du gerade suchst, schnell mal komplett unter.

Nicht der Versuchung erliegen, Freiflächen zu dekorieren. Sobald sich zwei Dinge dort angesammelt haben, schnell wegräumen.

#4 Rollen sind toll

Sowohl für Container als auch für Kleinmöbel wie Barwagen oder mobile Kücheninseln gilt: alles, was Rollen hat, kannst du dort hinschieben, wo du es gerade brauchst. Wie wäre es zum Beispiel, Brettspiele, Würfel, Kartendecks und Knabberzeug in einen Rollcontainer zu packen? Der kommt dann mal am Küchentisch, mal am Sofa oder auch mal auf dem Balkon zum Einsatz.

#5 Ordnung entspannt und bringt Freizeit

Würdest du gerne das gute Gefühl, das sich nach dem Ausmisten breitmacht, öfter als nur ein oder zweimal im Jahr verspüren? Um deinen inneren Ordnungsfreund zu entspannen, muss ja nicht gleich alles nach Regenbogenfarben sortiert sein. Folge einfach der Erkenntnis der berühmten Maria Montessori und du wirst es selbst erleben: “Äußere Ordnung führt zu innerer Ordnung.”

Wir verbringen im Schnitt ein Jahr unserer gesamten Lebenszeit mit Suchen.

Wenn du wissen möchtest, was Sandwiches, Teebeutel oder Sushi-Rollen im Kleiderschrank zu suchen haben, dann lies unbedingt auch den umfassenden Schrank-Aufräum-Artikel unserer Gastautorin Nicole Böhme