De Stijl

De Stijl (niederländisch für „der Stil“) ist eine 1917 in Leiden, Holland, gegründete Künstlergruppe. Die Initiative kam von Theo van Doesburg und Piet Mondrian, weitere Mitglieder von Anfang an waren Bart von der Leck, Georges Vantongerloo, Vilmos Huszar, Anthony Kok, J.J.P. Oud, Robert van’t Hoff und Jand Wils. Die Idee von De Stijl war es, ein Forum für Künstler mit ähnlichen Ansichten zur Kunst zu schaffen und gemeinsame Ausstellungen und Publikationen zu organisieren. Zu letzteren gehörte die Zeitschrift De Stijl, bis bis 1928 monatlich erschien und das programmatische Sprachrohr der Bewegung war. Die Programmatik galt der elementaren Erneuerung von Malerei, Architektur, Bildhauerei, Design, Dichtung und Typografie. Diese Kunstformen sollten gegenstandslos sein und radikal in Farbe und Form reduziert werden. Lediglich die drei Primärfarben der Farbenlehre – Rot, Gelb und Blau – sowie die Nichtfarben Schwarz, Grau und Weiß fanden Verwendung; auf Dreidimensionalität wurde in der Malerei ganz verzichtet. Ein weiteres Merkmal sind geometrisch angeordnete horizontale und vertikale Elemente. Zugunsten umfassender Allgemeingültigkeit sollte möglichst auf eine individuelle Handschrift verzichtet werden. Die theoretische Grundlage dazu findet sich in Mondrians Konzept des Neoplastizismus. Ähnlich dem russischen Konstruktivismus ist das letzte Ziel von De Stijl, die verschiedenen Kunstgattungen wie Malerei, Bildhauerei und Architektur zu einem Gesamtkunstwerk werden zu lassen. Weitere Mitglieder waren El Lissitzky, Gino Severini, Kurt Schwitters und Hans Arp.

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