Osterrezepte aus Schweden und Finnland

Ostern beendet traditionell die Fastenzeit: Es darf geschlemmt werden! Wir zeigen euch drei Gerichte, die jetzt bei unseren Nachbarn im Norden auf den Tisch kommen.

Wie bei uns stehen auch in Schweden zu Ostern Eier im Mittelpunkt. Sie werden zwar nicht vom Hasen, sondern vom Påskekyllinger, dem Osterküken, gebracht, fehlen aber trotzdem auf keiner Ostertafel. Besonders in gestockter Form sind sie beliebt!

Milchkrug und Eier mit Schneebesen auf Holztisch

#1 Äggstanning

0,5 l Milch
8 Eier
Salz
Butter

Die Milch ohne Aufkochen erhitzen. Die Eier aufschlagen, nach Belieben salzen, die warme Milch dazu gießen und verrühren. Eine Auflaufform mit Butter fetten, die Ei-Milch-Mischung hineingeben und die Form mit Alufolie bedecken. Die Folie mit einer Gabel löchern.
Den Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 175 °C vorheizen und die Form im Wasserbad für 30 Minuten in den Ofen stellen bis das Ei gestockt ist. Wenn gewünscht, mit Schnittlauch und Pilzen servieren.

 

Größter Beliebtheit auf einem Påskbord – Osterbuffet – erfreut sich auch dieser Klassiker der schwedischen Küche:

Schwedische Fächerkartoffeln

#2 Gratinierte Fächerkartoffeln

750 g junge Kartoffeln
3 Salbeizweige
400 g Schlagsahne
50 g Parmesan
Salz
Pfeffer

Die Kartoffeln schälen und waschen. Danach jede Kartoffel in kleinen Abständen so einschneiden, dass sie wie ein Fächer aufzuklappen ist. Die Kartoffeln in eine Auflaufform legen und mit Salz bestreuen. Im, auf 175 °C vorgeheizten, Backofen zunächst 20 Minuten vorgaren.

Dann die Sahne über die Kartoffeln gießen, die gezupften Salbeiblätter, den geriebenen Parmesan und den Pfeffer drüber streuen und alles nochmal für 40 Minuten in den Ofen geben. Guten Appetit!

 

Die Finnen haben ihre ganz eigene Tradition: An Karfreitag essen sie Mämmi – eine kalte Süßspeise, die auf die strenge Fastenzeit zurückgeht, als warme Gerichte verpönt waren. Wer es malzig mag, sollte dieses spezielle Rezept unbedingt probieren – auch wenn es etwas zeitaufwändiger ist!

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#3 Mämmi

1,5 l Wasser
450 g Roggenmehl
150 g Roggenmalz
½ EL Sirup (z. B. Zuckerrüben- oder Ahornsirup)
½ TL Salz
1 gestrichenen EL Orangenschale
Zucker

Das 0,3 l Wasser auf ca. 60 °C erhitzen und unter Rühren so viel Roggenmehl und Malz einrühren, dass ein dünner Brei entsteht. Auf diesen Brei eine dicke Schicht Roggenmehl und Malz geben, den Topf abdecken und eine Stunde ruhen lassen.

Alles kräftig umrühren, erneut heißes Wasser hinzugeben, wieder eine Schicht Roggenmehl und Malz darauf geben und den abgedeckten Topf eine Stunde ruhen lassen. Dies so oft wiederholen, bis Wasser sowie Mehl und Malz komplett eingerührt sind.

Die Masse für 30 Minuten kochen, währenddessen gut umrühren und Sirup, Salz und die Orangenschalen hinzugeben. Nach dem Kochen unter Rühren erkalten lassen. Anschließend den Mämmi in gekühlte flache, ofenfeste Dessertschalen gießen und mit Zucker bestreuen. Nun im auf 140 °C vorgeheizten Backofen bei Ober- und Unterhitze 2 ½ bis 3 Stunden garen. Anschließend gut auskühlen lassen. Am besten bereitet man Mämmi einige Tage vor Ostern vor und lässt ihn gut durchziehen. Mämmi wird mit Zucker bestreut und entweder mit Vanilleeis oder in flüssiger Sahne serviert.

Wir wünschen euch leckere Osterfeiertage!