Das perfekte Wohnzimmer – So gelingt’s!

Das Wohnzimmer ist das Herzstück eurer Wohnung? Dann solltet ihr bei der Gestaltung dieses Raumes besonders durchdacht planen!

Hier findet das Leben statt, dorthin ziehen wir uns zurück und wollen uns wohlfühlen: das Wohnzimmer. Egal, ob neue Wohnung, Umzug ins Eigenheim, Renovierung oder Verschönerungsaktion – mit unseren Tipps wird euer Wohnzimmer zum zentralen Lieblingsraum.

Offene Fragen

Um einen Raum angemessen zu planen, müssen natürlich all seine Funktionen klar sein. Stellt euch vorab also folgende Fragen:

  • Dient das Wohnzimmer lediglich zur Entspannung beim Lesen, Fernsehen oder Musik hören?
    Dann solltet ihr viel Wert auf eine bequeme Couch oder einen entspannenden Sessel sowie auf die optimale Verteilung der Geräte im Raum legen.
  • Wollt ihr viele Gäste empfangen?
    In dem Fall müssen genügend Sitzmöglichkeiten sowie bequem erreichbare Abstellflächen für Snacks und Getränke vorhanden sein.
  • Ist das Esszimmer integriert?
    Falls ja, ist natürlich ein ausreichend beleuchteter, großer Esstisch einzuplanen. Der eignet sich auch hervorragend für gesellige Spieleabende.
  • Wird auch ein Arbeitsplatz benötigt?
    Wenn ihr kein separates Arbeitszimmer habt, aber einen Platz für Computer und Büroarbeit benötigt, plant diesen ins Gesamtkonzept mit ein.

Und wenn euer Wohnzimmer multifunktional sein soll, helfen zweckmäßige oder auch dekorative Raumteiler, die einzelnen Bereiche optisch voneinander zu trennen. Hierzu eignen sich Sideboards, offene Regale, Paravents sowie durchsichtige Vorhänge, aber auch Pflanzen. Wer kein Fan von Raumteilern ist: Selbst ein Teppich unter Sofa und Couchtisch oder eine andersfarbig gestrichene Wandecke im Essbereich eignen sich zur optischen Trennung. Nachdem ihr euch alles genau überlegt habt, geht es nun an die Planung!

Teppiche definieren optisch einzelne Bereiche – wie hier eine Essecke

Die Vorbereitung zählt

Werdet euch zunächst bewusst, was euch an eurem aktuellen oder an früheren Wohnzimmern störte. Was wollt ihr überhaupt ändern – und warum? Um die passenden Möbel zu wählen und diese harmonisch anzuordnen, messt aus, wie groß euer Raum ist und zeichnet die entsprechenden Grundrisse auf. Wenn es euch vor allem um die Umgestaltung eines bestehenden Wohnzimmers geht, werdet euch der Farben und Materialien bewusst, die schon im Raum sind und welche davon bleiben sollen. Behaltet dabei immer im Hinterkopf, welche Atmosphäre ihr schaffen wollt.

Großzügigkeit durch geschickte Arrangements

Die Zeiten des An-die-Wand-Rückens sind vorbei. Egal, ob großer oder kleiner Raum: Freistehende Möbel verleihen ein großzügigeres Raumgefühl. Sofas (auch Ecksofas) können in großen Zimmern als einladendes Zentrum mitten in den Raum gestellt, oder – bei weniger Platz – zumindest ein Stück von der Wand abgerückt werden.

Auch Lowboards und Regale bieten die Freiheit, sie flexibel im Raum zu platzieren – so dienen sie gleichzeitig als Raumteiler.
Im Idealfall könnt ihr bequem von allen Seiten an den Möbeln vorbei gehen. Bei wenig Platz genügen für ein Raumwunder-Effekt schon 20 cm Abstand zur Wand.

Entzerrt lange Räume durch folgende Tricks: Ein runder Teppich als Kontrast zum rechteckigen Grundriss oder ein Spiegel an einer der Längswände verbreitern das Zimmer optisch.

Hinter diesem Sofa erreicht man noch bequem das Bücherregal. Die Farben des Regals und die Deko sind aufeinander abgestimmt

Stauraum schaffen

Es sammelt sich immer mehr an, als man denkt, darum kann es auch im Wohnzimmer nie genug Stauraum geben. Und dieser kann sogar richtig gut aussehen! Statt erdrückender Riesenschränke bieten moderne Wohnwände ein perfektes Rundumpaket: viel Stauraum, Platz für Bücher und Deko, integrierte Medienwände und ein hochwertiges Design. Bei Altbauwohnungen ruhig die volle Wandhöhe ausschöpfen – unter Dachschrägen stellt ihr Stufenregale. So sieht jedes Wohnzimmer im Handumdrehen aufgeräumt aus.

Gerade bei eher kleinen oder engen Räumen empfiehlt es sich, die Wohnwand aus hellem Holz oder mit hellem Lack zu wählen, so dass der Raum größer wirkt. Hinter Schubladen und Türen lässt sich einiges verstauen, was nicht gesehen werden oder vor Staub geschützt werden soll. Offene Fächer eignen sich stattdessen zur Präsentation schöner Dinge. Eine große Aussparung in der Regalwand bietet den idealen Platz für einen Fernseher. Neben klassischen TV-Möbeln sind aber auch Sideboards eine Alternative.

Das Heimkino

Apropos Fernseher: Der ideale Abstand zwischen Fernsehgerät und Sitzmöbel hängt von der Größe eures TV’s ab. Als Faustformel gilt: Die Bildschirmdiagonale in Zentimetern (1 Zoll ~ 2,5 cm) mit dem Faktor 2,5 multiplizieren. So erhaltet ihr den ungefähren Sitzabstand in Zentimetern. Bei neueren Formaten wie HD- und 3D-Fernsehern oder gar 4K könnt ihr auch etwas näher ran, bei Standard-Definition lieber etwas weiter weg.

Plant die Verteilung von Lautsprechern und Boxen ebenfalls mit ein. Soll es zum Beispiel in der Wohnwand extra Fächer geben? Soll der Subwoofer unsichtbar hinter dem Fernseher verstaut werden? Wenn ihr die Technik geregelt habt, dann könnt ihr euch den schönen Dingen widmen, die dem Wohnzimmer den letzten Schliff verleihen.

Harmonisch: Die Farben des Sideboards wiederholen sich in der Deko

Wohnaccessoires und die richtige Beleuchtung bringen Leben ins Wohnzimmer

Kissen, Vorhänge, Teppiche, Vasen sowie weitere Wohnaccessoires mit auffälligen Mustern und in leuchtenden Farben sorgen für Lebendigkeit und Gemütlichkeit zugleich. Einzelne Bilder oder Bildergalerien machen Wände zu Hinguckern. Achtet darauf, eurem Stil treu zu bleiben. Wenn ihr es lieber verspielt und üppig mögt, darf es etwas mehr sein. Seid mutig! Ist eure sonstige Einrichtung eher nüchtern modern, solltet ihr auf dezente Accessoires setzen. Hier gilt: Weniger ist mehr! Während Pflanzen das Raumklima verbessern, sorgt das richtige Licht für die passende Stimmung. Spielt mit Hintergrundbeleuchtung sowie Akzentlicht, und überlegt, welche funktionellen Bereiche des Wohnzimmers wie beleuchtet sein sollen.