Zu Besuch bei Carla – Brand Managerin von mycs

Carlas Wohnung ist ihr Rückzugsort – Möbel, Accessoires, Licht und Duft sind ihr wichtig für eine gemütliche Atmosphäre. Wir haben sie in ihrem Zuhause besucht.

Carla Emrich ist Brand Managerin bei mycs. Das Interesse für Interior ist durch ihre Mutter entstanden, die als Innenarchitektin arbeitet. Zusammen suchen die beiden gerne nach neuen Stücken und teilen Ideen auf gemeinsamen Pinterest Boards. Wir haben ihr ein paar Fragen gestellt und die schönsten Ecken ihrer Wohnung auf Fotos festgehalten …

Schlafzimmer mit selbst designtem mycs Sideboard
Oben rechts: Carlas selbst designtes mycs Sideboard, das sie neben einer Kleiderstange als Aufbewahrungsmöglichkeit für ihre Kleidung nutzt

Carla, nach welchem Konzept hast du deine Wohnung eingerichtet?

Bei der Einrichtung finde ich zwei Komponenten wichtig. Zum einen natürlich die ästhetische, zum anderen aber auch die Erfüllung der praktischen Anforderungen, die man persönlich hat. Mir war es zum Beispiel sehr wichtig, einen großen Esstisch unterzubringen, um gemeinsam mit Freunden essen zu können. Auf einen Kleiderschrank wiederum kann ich verzichten, weil ich versuche, meine Garderobe möglichst übersichtlich zu halten. Nach diesen Anforderungen habe ich den Grundriss ausgelegt.

Du wohnst im Prenzlauer Berg. Was macht diesen Stadtteil Berlins für dich so besonders?

Den Prenzlauer Berg mag ich als Kontrast zum typischen Großstadtleben, weil sich hier alles viel familiärer und gemütlicher anfühlt. Die entspannte Atmosphäre, die schönen Parks, die kleinen Cafés und Boutiquen. Es gibt nichts besseres, als bei schönem Wetter über den Kollwitzmarkt zu bummeln oder meine Freunde spontan auf einen Kaffee zu treffen.

Küche mit nostalgischen Accessoires
In Carlas Küche gibt es viele nostalgische Accessoires und Gewürze aller Art

Was kochst du am liebsten in deiner Küche?

Am liebsten koche ich in meiner Küche für Freunde und mache dann gerne Risotto, Quesadillas oder Pasta-Variationen. Das wirkt so, als ob ich gut kochen könnte, dabei sind es einfache Rezepte, die auch Kocheinsteiger sicher hinbekommen.

Deine Einrichtung: alt oder neu?

Neu – Ich bin persönlich kein Fan von Flohmärkten oder Mid-Century-Möbeln, wobei das natürlich auch toll aussehen kann. Ich mag moderne Formen und Materialien bei Möbeln, Lampen und Accessoires allerdings lieber. Alt finde ich schön, wenn man eine persönliche Geschichte dazu hat, wie zum Beispiel bei meinen Thonet-Freischwingern, die meine Eltern in den 80ern gekauft und nun an mich weitergegeben haben. Oder bei dem Bauernstuhl, den mein Opa gebaut und den dann meine Mutter schwarz lackiert hat. Solche Teile begleiten einen oft ein Leben lang und füllen ein Zuhause mit persönlichen Erinnerungen.

Links: Carlas Esszimmer, rechts: Carla als Vierjährige
Schon als Kind ein Gespür für Trends: Carla als Vierjährige. Im Hintergrund: die Thonet-Freischwinger-Stühle, die sich heute in ihrer eigenen Wohnung befinden

Auffällig oder dezent?

Das kommt ganz darauf an. Bei Farben bin ich eher dezent, besonders bei großen Möbelstücken wie Bett und Sofa. Bei Accessoires darf es gerne auffällig sein – ich liebe Seletti oder Areaware, weil deren Produkte wie künstlerische Einzelstücke aussehen. Zum Beispiel die Hybrid Collection von Seletti, die klassische Porzellanmotive aus Europa und Asien miteinander kombiniert. Ich mag es, wenn es schon ins Witzig-Kitschige abdriftet und die Stücke kleine Hingucker sind. Mein Wecker ist ein kleiner Roboter, meine Garderobe im Flur sieht aus wie ein Rohr, das aus der Wand kommt, und meine Schlafzimmerleuchte erinnert an Seifenblasen.

Wohnaccessoires: Roboter-Wecker, Gliederpuppe aus Holz und kreativer Nachttisch
Detailverliebt: Bei Accessoires greift Carla gerne zu auffälligen Stücken


Carlas Interior Trends 2017:

# Comeback von Rattan
# gepolsterte Kopfteile an Betten (zum Beispiel aus Leinen oder Samt)
# Indoor-Pflanzen: derzeit vor allem Olivenbäume