Zu Besuch bei Jasmin von „Elbmadame“

Jasmin ist Innenarchitektin und Gründerin des Blogs „Elbmadame“. Ihr Herz schlägt für skandinavisches Wohndesign, DIY-Projekte, das Reisen und ihre Lieblingsstadt Hamburg. Wir haben sie in ihrem Zuhause in der Hansestadt besucht.

Jasmin, du bist gelernte Innenarchitektin. Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei dir aus?

Nachdem ich mehrere Jahre in einem klassischen Innenarchitekturbüro hier in Hamburg gearbeitet habe, freute ich mich nach einem mehrmonatigen Auslangsaufenthalt auf neue Herausforderungen. Seit meiner Rückkehr bringe ich meine Interior- und Schreib-Expertise auch im Beruf zusammen und leite den Content- und Community-Bereich einer Living-Community. Mein typischer Arbeitsalltag beginnt um neun Uhr nach einer Radtour zum Büro mit dem Checken meiner Mails und dem Erledigen der täglichen To Do’s. Zwischen den Meetings des Tages kümmere ich mich um neue Aufgaben und alle übrigen Themen und bin meist zwischen sieben und acht Uhr abends wieder zu Hause. Um meinen Blog elbmadame.de kümmere ich mich abends und am Wochenende.

Was war dein bisher größtes bzw. schönstes Projekt?

Als Innenarchitektin war mein spannendstes Projekt der Ausbau einer rund 2.000 Quadratmeter großen Co-Working Bürofläche. Hier konnte ich bei der Gestaltung vom Rohbau bis zum Einzug des Mieters mitgestalten und das Projekt durch alle Phasen begleiten.

Blick in Jasmins Wohnzimmer mit blauer Couch und Blumengesteck
Ganz im gemütlich-cleanen Scandi Look: Jasmins Wohnzimmer

Der Name deines Blogs „Elbmadame“ lässt darauf schließen, dass dein Herz für Hamburg schlägt. Was macht die Hansestadt so besonders?

Ich bin in Hamburg geboren und bis auf kurze Ausnahmen habe ich auch immer Hamburg gelebt – hier befinden sich zwischen Elbe und Alster meine Familie und Freunde. Ich kann mir meinen Lebensmittelpunkt ehrlich gesagt auch nur schwer dauerhaft woanders vorstellen. Das grüne Stadtbild, die überschaubare Größe und vielen Möglichkeiten die sich in jeder Hinsicht bieten machen Hamburg für mich so lebenswert und besonders. Die Mischung macht’s – von schick bis runtergerockt zeigt Hamburg viele verschiedene Gesichter.

Du hast für einige Zeit in Schweden gelebt. Was hast du am meisten vermisst, als du wieder in Deutschland warst?

Die Ruhe und Gelassenheit, um ehrlich zu sein. In Schweden war für alles mehr Zeit, ging es meist viel weniger um Effizienz und Zielerreichung als hierzulande. Und die Schweden haben ein Händchen für Design und feines Gespür für Formen. Das zeigt sich sowohl in Privatwohnungen als auch in öffentlichen Räumen. Und kulinarisch: Kanelbullar! Die süßen Zimtschnecken sind in Deutschland einfach nur halb so gut.

Wir haben eine Sammlung von DIY-Projekten auf deinem Blog entdeckt. Welches ist dein bisheriger Favorit?

Ich habe vor einiger Zeit mit meinem Vater eine Bank für unseren Balkon gebaut. Unter der Bank, die aus
wetterfesten Siebdruck-Platten besteht, finden Getränkekisten Platz. Eine Maßarbeit, an der wir beide viel Freude hatten.

Collage: Links Gewürzregal, rechts Sideboard aus Weinkisten
Jasmins Liebe zu Pflanzen zeigt sich überall in ihrer Wohnung – genau wie die zum DIY. In ihrem selbstgebauten Weinkisten-Sideboard findet sich viel Grün

… und welches das einfachste, das man mit wenig Aufwand umsetzen kann, um kurzerhand einen Hingucker zu erzielen?

Aktuell: Mein Messerblock-DIY. Mit wenigen Handgriffen hatte ich endlich eine Lösung für die bisher lose aufbewahrten Messer in der Küchenschublade. Ich habe einfach einen schlichten Weinkühler aus Keramik mit Schaschlik-Spießen umfunktioniert.

Was ist deiner Meinung nach das Trendmaterial 2017? Und welche deine persönliche Trendfarbe?

Meine persönliche Trendfarbe 2017: Pastellrosa. Der zarte Farbton ergänzt dunkles Blau, Grautöne und auch zu Weiß macht er sich hervorragend. Beim Material sehe ich nach wie vor viel natürliches: Kork, Terrakotta, Marmor, Leinen und Holz.

Nach welchem Konzept hast du dein MYCS Highboard designt? Was war dir dabei besonders wichtig?

Ich wollte einen Schrank, der sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern als stilles Stauraumwunder zurücktritt. Da in unserer Küche wenig Platz ist, benötigten wir ein Möbel, das diverse Gläser, Schüsseln und Teller aufnehmen kann. Diese sollten auch schnell wieder erreichbar sein. Außerdem wollte ich unbedingt zwei Schubladen, die allerlei Krimskrams aufnehmen können. In Relation zur Wand und den umstehenden Möbeln war schnell klar, welche Proportionen möglich und sinnvoll waren.

Collage mit Detailaufnahmen von Jasmins weißem mycs Higboard
In den Push-to-open-Schubladen und hinter den Türen ihres MYCS Highboards hat Jasmin viel Platz für Geschirr

Beschreibe deinen Einrichtungsstil in 3 Worten:

Skandinavisch, zeitlos, individuell.

In deinen Wohnräumen sieht man viel Grün. Würdest du auch behaupten, dass nach Eukalyptus, Kakteen und Monstera der Olivenbaum nun das neue Interior Must-have unter den Pflanzen ist?

Olivenzweige sind wunderschön in der Vase, ob ich mir allerdings einen Olivenbaum in die Wohnung stellen würde? Ich glaube eher nicht. Aber im Garten kann ich mir die Grünpflanze sehr gut vorstellen.

Dein Lieblingsrezept?

Risotto mit grünem Spargel und viel Parmesan.

3 Dinge, die du dir bzgl. deiner Wohnung für den Sommer vorgenommen hast:

Fenster putzen, den Dachboden ausmisten und neue Schreibtischstühle und einen Aktenschrank anschaffen.

Collage, links Rollwagen mit vielen Sukkulenten, rechts Regal mit Bildern und Kakteen
Sorgsam arrangierte Sukkulenten und Kakteen sind ein Hauptbestandteil von Jasmins Dekoration